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Sonntagsfrage: Forsa auf Rekordjagd

10. Februar 2010 13:24

Heute sind vom Sonntagsfrageninstitut Forsa neue Zahlen veröffentlicht worden, die in vielerlei hinsicht rekordträchtig sind.

Die FDP ist mit 8% auf einem Langzeittief angekommen – so schlecht war sie seit 7.11.2007 nicht mehr.

Die CDU ist mit 34% auf Werte vom 14.10.2009 zurückgefallen. Dies ist zwar kein Rekord, allerdings ein Verlust um schmerzhafte 2 Prozentpunkte.

Die Grünen allerdings legen mit 17% nochmal eins drauf, nachdem sie am 27.1. schon unverhofft auf 16% gestiegen waren. 17% ist das beste Ergebnis ihrer Geschichte auf Forsa – ein Rekordbruch!

Auch die Sonstigen stehen wieder gut da – und steigern sich um 2 Prozentpunkte auf 8% und sind somit wieder auf ihrem besten Wert der Forsageschichte und aller anderen Umfrageinstitute zusammen*, seit sie diesen Wert zum ersten mal am 16.12.2009 geknackt haben.

Koalitionsrechner

Ein weiterer Rekord wurde gebrochen: heute hätten die Oppositionsparteien zum ersten mal seit der Bundestagswahl eine gemütliche Mehrheit von 54% im Bundestag; die momentane Regierung wäre mit 46% unter keinen Umständen regierungsfähig. Zweierkoalitionen wären somit nur noch als Schwarz-Grün oder Schwarz-Rot zu realisieren. Als Dreierkoalitionen ohne die CDU wären neben der momentanen Opposition auch noch Rot-Gelb-Grün drin.

Grafik: alle Forsa-Deutschland-Ergebnisse seit dem 9.1.2008
Grafik Forsa Umfrageergebnisse

Leider werden die Piraten weiterhin nicht separat aufgeschlüsselt, sondern müssen weiterhin unter den “Sonstigen” geschätzt werden – es würde das Koalitionsrechnen unter Umständen um einiges spannender machen.

(*) gemeint sind: Allensbach, Emnid, Forsa, Forschgr. Wahlen, GMS und Infratest

Datenquelle: http://www.wahlrecht.de/umfragen
Siehe auch: Forsa: Sonstige brechen alle Rekorde (16.Dezember, mit Grafik)

Update: Umfragewerte aller Institute finden sich ab sofort unter Live-Statistiken: Sonntagsfrage

5 Kommentare

  1. Email an Forsa
    Geschrieben am 10. Februar 2010 um 14:58 | Permalink

    Klarmachen zum Ändern!

    Schreibt eine Email an info@forsa.de. Bleibt freundlich, bringt aber bestimmt euer Anliegen vor. Eine Partei die momentan so im Wachstum befindet hat es durchaus verdient extra aufgeschlüsselt zu werden.

  2. 42
    Geschrieben am 10. Februar 2010 um 15:25 | Permalink

    Kann man nicht einfach selbst eine Umfrage in Auftrag geben mit der bitte um Aufschlüsselung von Sonstigen inkl Fehler anfälligkeit.

    ich mein das sind doch kapitalistische Unternehmen.

  3. Keba
    Geschrieben am 11. Februar 2010 um 04:34 | Permalink

    Klar kann man das, kostet 860€. [1] Wenn du das bezahlst gerne, Allerdings sind dann die ganzen Langzeitannahmen raus. Bei Forsa zählen soweit ich weiß die alten Werte immer ein bisschen mit, bei einer einmaligen Frage geht das natürlich nicht.

    [1] http://forsa.de/

  4. piratenstatistiken
    Geschrieben am 11. Februar 2010 um 21:06 | Permalink

    Ja, eine eigene Umfrage der Piraten wäre natürlich toll! Aber es kostet ne Menge Zeit bzw Geld, und man braucht, wie Keba sagt, auch ein paar Vergleichswerte, falls man einen Ausreißer produziert. Da hat Forsa eindeutig mehr Erfahrung…

  5. Anonymous
    Geschrieben am 1. April 2010 um 11:10 | Permalink

    Meine Mail an Forsa:

    Wann schlüsseln sie endlich die sonstigen Parteien auf!
    Geben Sie allen Parteien über 1% gleichberechtigen Raum, damit die Alternativen und gesellschaftlichen Trends deutlich werden.

    Sie bestimmen durch Ihre Handlungsweise mit, ob die derzeitige “Demokratie” funktioniert.
    Wenn es im Parteiensystem keine erfolgsversprechenden Alternativen gibt,
    wird irgendwann das Funktionieren der Parteien-Demokratie insgesamt in Frage gestellt.

    Die Claims zwischen den Bundestagsparteien sind mir zu gut verteilt!
    Aber wahrscheinlich wissen Sie dies selber.

    Sie sind mit verantwortlich dafür, wenn sich die wachsende Masse an Nichtwählern eines Tages plötzlich
    in eine politische Strömung ergießt, die keiner bei genauerem Nachdenken möchte.
    Denn das Ergebnis wird dann vom Zufall und Populismus bestimmt
    und nicht durch einen GEWACHSENEN Meinungs-Wettbewerb zwischen den Parteien.

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